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Alina Jochim
Here and Now
Im Zentrum steht ein Mobile, das sacht über den Körper streicht, während dieser in weiche Wölbungen sinkt – ein leises Spiel aus Berühren und Berührtwerden. Die Arbeit entstand aus der Auseinandersetzung mit Depression und Berührung: Viele Betroffene spüren sich kaum noch, gefangen zwischen Taubheit und negativem Gedankenstrudel. Achtsamkeitsübungen wirken dem entgegen und holen einen in das Hier und Jetzt zurück. Das Objekt begleitet, ohne zu heilen – es schenkt einen Moment der Nähe. Nach außen bleibt seine Funktion verborgen: Ohne Strom bewegt es sich nur im Luftzug – erst ein Zuruf an Alexa oder Google Home weckt sein wahres Wesen.